Der heimelige Computer

— Nach dem Mauerfall waren die (im Westen gängigen) elektronischen Konstrukte sodann europaweit frei handelbar, obgleich (für mich) unbezahlbar. Angelegentlich einem meiner ersten West-Berliner Streifzüge sah ich zwar, in einer Konsumhalle, einen C128 stehen. Aus diversen Gründen rangierte die komplette Thematik in meiner Prioritätenliste tief unten.

— Die angesagten Home-Computer lagen bereits im toten Winkel jener Zeit – in der, bei mir, der Bedarf des Erwerbs eines zünftigen Computers anstand. Das Sega Mega Drive II blieb mein kurzer Kontakt zur Motorola-basierten Prozeszor-Architektur.

— In der Heimcomputerszene erstand, ab dem ersten Moment, eine Kultur der Panzerknacker für Spiele. Ihre bevorzugten Rechenknechte waren jene von Commodore.
Daß die Ordnungshüter der Flut der Raubkopien Herr werden könne, war ein CIA-Chip in diesen Maschinen ab Werk integriert. Es nutzte nichts: viele Spielefabrikanten changierten – weg von den Heimcomputern, hin zum PC. Das war ein harter Schlag.

Auszug Amiga Joker 5-1990: "Ich hätte [...] gerne gewußt, was der Unterschied zwischen einer Festplatte und einer Harddisk ist. Welches Teil kauft man zuerst; ist eine billige genausogut wie eine teure, und wieviel kosten die Teile? Wann lohnen sie sich? fragt Volker Schapher"

— Das endgültige Aus kam, da der Zweck von Festplatten + CD-ROM sich den Nutzern von Motorola-Maschinen partout nicht erschließen wollte.

Folglich waren die Konsumenten zum umdenken angehalten.

Gerechterweise gestatte ich mir einen Fingerzeig auf die Commodore-Kompanie selbst, die – in Form des CDTV – einen Apparat, den niemand brauchte, unters Volk zu bringen gedachte; Entwickler ignorierten es, Kompatibilität zu alten Programmen war nicht drin. Weitaus sinnvoller wäre ein CD-ROM-Modul das ein Nutzer des Amiga-Rechners, für den er/sie/es irgendwann einen Haufen Geld hinblättern mußte, leicht einstöpseln könnte: eine Evoluzion wie sie, unsinnigerweise, bei den Konsolen einsetzte.

Auf Grund der mangelhaften Erweiterungsmöglichkeit seiner Maschine ist der Amiganer technisch nicht so versiert. Was, so muß man fragen, treibt ihn an?!
Korrekterweise mußte man den typischen Amiganer als Zocker abstempeln.

Einige wenige Exemplare jener Gattung konnten, dank der AMIGA, ihrer musischen Begabung folgen.