Bis Ende der 1990er war selbst ein simpler PC eine kostspielige Materie. Die Frage – ob ich einen etablierten Heimcomputer kiesen sollte – fragte ich mich nimmer. Es wäre machbar gewesen, aber dieser Gedanke kam mir nicht. Um mich herum sah ich PCs ... sogenannte IBM-kompatible. Ein Freund hatte einen 286er. Mein frühester Kontakt zu einem komplexeren Kalkulator war ein 386er, gebraucht erworben; drinnen lief etwas, das ward "Fenster 3x" genannt – der Nutzer mußte stets 3x klicken bis ein Fenster offen auf der monochromen Röhre prangte.

Mein erster richtiger Computer war ein AMD K6-II (den ich dann zum K6-III aufwertete), 2x8 MB RAM-Steine, 2 GB HD, eine S3d ViRGE/DX VGA-Grafikkarte und die Harmony 3DS719 von A-Trend als Audio-Karte - diese hatte einen Yamaha OPL3-SAx-Chip. Die Grafikkarte hab ich bis heut, die Audiokarte nicht. Warum? Da bin ich mir nicht sicher - das wahrscheinlichste Motiv hierfür wäre der Fakt daß diese Karte für den ISA-Steckplatz konzipiert war ... jedoch nutze ich weiterhin die Treiber-CD; darauf sind feine Programme für den Yamaha S-YXG50 Software Synthesizer. (Das nun konnten die Enthusiasten der Kultcomputer nicht für sich in Anspruch nehmen; es war, exklusive allem anderen, nur für PC anwesend.)

Diese Kiste kam aus einem Elektronikfachgeschäft. Denn zu Olims Zeiten war es übliche Praxis daß man seine Computer nicht von Discount-Märkten requirierte. Es war ein Auslaufmodell, darum war es preisreduziert für 999 Mark.

Wollte ich, an dieser Stelle, ein ernst gemeintes Lob aussprechen, ist mir der Name jener Erwerbslokalität nicht präsent. Es war auf der Lindenallee in Eisenhüttenstadt, auf dem Computer war ein Etikett von Wavelight ...

Andererseits hat ein Lob wenig Sinn, denn der Schuppen existiert nicht mehr. Dennoch: im kraszen Gegentum der weiteren Jahre war mir jener Kompensationsprozesz, bei dem ich mich einmal nicht über den Löffel barbiert fühlte, eine seltene positive spirituelle Bereicherung.

Dieweil ich zur AMD-Front stieß, kam ich gleichsam in Kontakt zu BeOS.

In der Folge holte ich mir einen der ersten K7-Apparate (SLOT A, 500MHz, 32 MB RAM, 15 GB HD, Riva TNT II für den AGP-Steckplatz, Soundblaster PCI 128). Dieser, so muß ich es sagen, machte mir – trotz der Leistungssteigerung – viel weniger Freude. Denn im Innern (und Äußeren) hatten jene, die den PC zusammenschraubten, reichlich geschludert.

Der PC changierte — das System blieb — bei Randkontakt zu freien Systemen. Also kam mir zu Gehör, "Mickersanft" brachte desweiteren die Versionen "Fenster 95" und "Fenster 2000" heraus ...