Aus einem technischen Handbuch:

Mit dem Heimcomputer "robotron Z 9001" haben Sie ein hochwertiges, modernes Gerät auf der Basis hochintegrierter mikroelektronischer Schaltkreise erworben. In Verbindung mit einem handelsüblichen Fernsehgerät und mit einem handelsüblichen Kasettenmagnetbandgerät ist Ihr Heimcomputer für viele Anwendungsfälle nutzbar. Die Rechentechnik wird Ihnen durch Ihren Heimcomputer unterhaltsam, lehrreich und nutzbringend nahegebracht.
(und so weiter)

Das liest sich als wäre ein Computer in der DDR etwas relativ alltägliches und für jeden zugänglich. In Wahrheit extrahierte ich das früheste Info-Material aus einer Mini-Beilage der FRÖSI — die Computer selbst sah ich einstmals in der Schule aufgestellt.

1990: Die Preise für KCs purzelten in den Keller. Die dörfliche Gegend, in der ich lebte, lag zwar in Berlin-Nähe — aber irgendwie war ich doch von allem abgeschnitten. Von derlei Infos (oder billiger Ware) blieb ich unbehelligt. Oder SEGA eignete sich die Restpaletten an und quetschte die ostzonale Rechentechnik in ihre dazumal aufkommenden Handheld-Konsolen, genannt Game Gear.

Obgleich die Zeit dieser Heimcomputer, folglich, an mir vorüber ging — so war, bis in die Mitte der 90er, doch völlig offen welcher Platt- oder Kistenform der große Wurf ins Volk glückt. In Europa produzierten Großbritannien und die DDR eigene Computer — welche quasi ein System waren; Basis war der Prozeszor Z80 samt seiner Qualität der 3D-Vektorgrafik im Bereich CAD. Völlig rätselhafterweise kam es zu keiner gemeinsamen Willensanstrengung für die Aufstellung einer Komsumgüterreihe unabhängig von der US-Industrie.
Gleichsam begann der Abstieg der westlichen Heimcomputer in die Bedeutungslosigkeit. Was da – im Einzelnen – lausig in Lee saß, das ist im CHIP Spezial — Kultcomputer der 80er verbos textiert. Kurz gesagt: in der Pionierzeit der Mikroelektronik waren die Gründer mehr enthusiastische Ingenieure als begnadete Geschäftsleute. Dann kam – wohl oder übel – was immer kommt: die Propheten jener Ersatzreligion, namens Betriebswirtschaft, übernahmen das Steuer ...

Nachgerade konnte ich dennoch Hand an reichlich DDR-Technologie legen – weil ich im EKO Stahl, Eisenhüttenstadt Systemanalyse lernte.